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Kämmererumfrage: Wenig Interesse an grünen Finanzierungen und Nachhholbedarf bei der Digitalisierung

PublicGovernance Sommer 2020

Nur ein Prozent der im Rahmen des Kommunalbarometers 2020 befragten Kämmerer lässt Finanzierungsprojekte auf eine „grüne“ oder „nachhaltige“ Zertifizierung prüfen. Auch wenn das Interesse daran im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen hat, sind mit 23 Prozent noch immer weniger als ein Viertel der befragten Kämmerer überhaupt an einer Zertifizierung interessiert bzw. haben bereits von dieser Möglichkeit gehört (Vorjahr: 16 Prozent). Bei 42 Prozent der Befragten ist die Möglichkeit der Zertifizierung zwar bekannt, aber für sie nicht relevant. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) hat weder davon gehört noch ein Interesse daran. Insgesamt wurden 321 Kommunen, kommunale Unternehmen und Finanzinstitute um ihre Einschätzung gebeten.

Gefragt nach dem Thema Digitalisierung stufen knapp 60 Prozent der Studienteilnehmer die Kämmerei als Digitalisierungstreiber für die Kommunalverwaltung ein. Gleichzeitig wird der Stand der Digitalisierung innerhalb der eigenen Kommunalverwaltung aber eher schlecht bewertet. Bei einer Einstufung nach Schulnoten verteilt nur ein Prozent die Note „sehr gut“. Fast die Hälfte der Befragten kann den Digitalisierungsstand nicht mehr als befriedigend beurteilen und verteilt Noten im Bereich vier bis sechs. Der Notenmittelwert liegt bei3,48 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (3,66) nur leicht verbessert. Die Werte korrespondieren mit der Selbsteinschätzung der Mitarbeiter in der Finanzverwaltung bezüglich des digitalen Know-hows: Der Mittelwert liegt bei der Schulnote 3,48 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (3,05) sogar verschlechtert.

Das Kommunalbarometer 2020 wurde von dem Unternehmen CommneX, das einen digitalen Marktplatz für Kommunalfinanzen betreibt, bereits im dritten Jahr in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt erstellt.