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Hamburg und NRW fordern eine flächendeckende Einführung der Doppik

PublicGovernance Frühjahr 2020

Hamburg und Nordrhein-Westfalen fordern eine bundesweite Harmonisierung der Rechnungslegung im öffentlichen Sektor. Die Doppik solle der allgemeine Rechnungslegungsstandard werden und der Bund dürfe EPSAS auf europäischer Ebene nicht weiter ablehnen.

Beide Länder werben in den im September 2019 gemeinsam verabschiedeten „Berliner Thesen zur Weiterentwicklung der Doppik in Deutschland“ für den inhaltlichen Ausbau und die flächendeckende Einführung der Doppik, auch im Hinblick auf die Entwicklung der EPSAS auf europäischer Ebene. Der Bund müsse jetzt seine ablehnende Haltung aufgeben, um noch aktiven Einfluss auf die EPSAS-Vorstellungen der EU-Kommission nehmen zu können, die momentan sehr IPSAS-fokussiert seien. Eine einheitliche, bundes- und europaweite Rechnungslegung erhöhe die Vergleichbarkeit und somit die Transparenz.

Hamburg gilt als Vorreiter in Sachen Doppikumstellung. Die Hansestadt führte die Doppik auf Landesebene bereits 2007 ein. Nordrhein-Westfalen befindet sich im landesweiten Umstellungsprozess. Doch sowohl der Bund als auch die große Mehrheit der Bundesländer halten bislang an der Kameralistik fest. Die Doppik ermögliche allerdings eine nachhaltigere und generationengerechtere Haushaltspolitik, die eine moderne Antwort auf die finanzpolitischen Fragen unserer Zeit sei, so der Hamburger Finanzsenator.