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OECD: Erhöhtes Korruptionsrisiko in öffentlichen Unternehmen

Public Governance Winter 2018/2019

International gab es bei fast jedem zweiten öffentlichen Unternehmen Korruptionsfälle innerhalb der letzten drei Jahre – so der im August 2018 veröffentlichte OECD-Bericht „State-Owned Enterprises and Corruption – What Are the Risks and What Can Be Done?“, der auf einer Unternehmens- und Behördenbefragung in 34 Staaten basiert.

Die größten Hindernisse, die der Integrität öffentlicher Unternehmen entgegenstünden, seien den Umfrageteilnehmern zufolge eine zu starke Regierungsnähe, opportunistisches Verhalten Einzelner sowie eine unzureichende Aufsicht und mangelndes Risikomanagement. Gegenüber Unternehmen mit rein privatwirtschaftlichen Zielen berichteten Vertreter öffentlicher Unternehmen mit gemeinnützigen Zielen häufiger von Korruptionsfällen.

Zur Stärkung der Integrität und Korruptionsprävention in öffentlichen Unternehmen empfiehlt der OECD-Bericht den staatlichen Gesellschaftern, mit gutem Beispiel voranzugehen und Transparenz hinsichtlich Erwartungen und Standards zu schaffen. Eine Liste relevanter Korruptionsrisiken könne zudem dazu beitragen, diese frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus sei die Kooperation mit anderen Regierungen sowie externen Prüfern und Kontrollgremien von großem Wert.

Grundlage für den Bericht war eine Onlineumfrage unter 347 Vertretern öffentlicher Unternehmen und ihrer Aufsichtsräte sowie 28 staatlichen Behörden und Koordinationsgremien. Die Untersuchung ergänzt die im Jahr 2015 veröffentlichten „OECD Guidelines on Corporate Governance of State-Owned Enterprises“.
 

Die vollständige Publikation ist unter www.oecd.org in englischer Sprache verfügbar.

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