Buchtipp: Rechnungswesen und Controlling im kommunalen Konzern
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Buchtipp: Rechnungswesen und Controlling im kommunalen Konzern

Autor: Bernd Heinrich Peper

Die strategische Steuerung der öffentlichen Verwaltung ist bereits seit langem Gegenstand zahlreicher Reformbemühungen in Deutschland. Erstmals wurde das Thema vor dem Hintergrund des Neuen Steuerungsmodells (NSM) in den Neunziger Jahren diskutiert und hat aufgrund komplexer Geflechte aus privaten und öffentlichen Akteuren keineswegs an Relevanz verloren.

Durch die im Zuge des NSM intensivierte Ausgliederung öffentlicher Aufgaben aus der Kernverwaltung auf selbstständige Organisationseinheiten hat die Bedeutung einer interorganisatorischen Steuerung und Koordination von Beteiligungsunternehmen und Kernverwaltung im Hinblick auf eine effektive und effiziente Ausgestaltung der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung allgemein zugenommen. Die sich herausgebildete komplexe Verflechtung aus Kernverwaltung und Beteiligungen, welche grundsätzlich als "Konzern Kommune" bezeichnet werden kann, bedarf zentraler Steuerungs- und Koordinationsmechanismen, um ein integriertes Konzernmanagement im Sinne einer gesamtstädtischen Zielsetzung zu gewährleisten.

Allerdings wird bislang die praktische Relevanz der Steuerung komplexer Beteiligungsstrukturen in der wissenschaftlichen Diskussion vernachlässigt. Diese Lücke versucht das vorliegende Buch mit einer praxisnahen Skizzierung der Ausgestaltung eines kommunalen Konzerncontrollings als Instrument zur Führungsunterstützung im Rahmen der Steuerung und Kontrolle des kommunalen Konzerns zu schließen.

Entlang der Forschungsfrage nach der Ausgestaltung eines konzernspezifischen Informations- und Steuerungssystems im kommunalen Sektor unter Berücksichtigung von Public Corporate Governance (PCG) entwickelt der Autor konkrete Handlungsvorschläge, die sich sowohl an Praktiker in Politik und Verwaltung als auch an Wissenschaftler und Gesetzgeber richten.

Hierfür werden zunächst Entwicklungstrends im kommunalen Sektor sowie die Bedeutung von PCG als Modell für künftige Reformen betrachtet. Darauf aufbauend wird erörtert, inwieweit tatsächlich vom "Konzern Kommune" gesprochen werden kann und wie sich vorhandene konzernähnliche Strukturen auf das Verwaltungsmanagement auswirken. Die Steuerung der zunehmend komplexen Beteiligungsstrukturen durch aktuelle Informations- und Steuerungssysteme der Kommunen und welche Defizite sich daraus ergeben, wird ebenso thematisiert, wie die Funktion des Rechnungswesens und Konzerncontrollings als Führungsunterstützungsfunktion im kommunalen Sektor. Abschließend entwirft der Autor das Modell eines konzernspezifisch ausgestalteten, ganzheitlichen Informations- und Steuerungssystems für den kommunalen Sektor, in dem sowohl Ansätze zum Verwaltungsmanagement als auch zum Beteiligungsmanagement konsequent integriert werden.

 

Verlag: Oldenburger Verlag für Wirtschaft, Informatik und Recht

Erscheinungsort und -jahr: Edewecht, 2013

ISBN: 978-3-939704-98-0

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