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Carl-Goerdeler-Preis 2020 verliehen

Im Leipziger Rathaus wurde am 3.2.2020 erneut der kommunalpolitische Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung in Kooperation mit der Stadt Leipzig verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind die Nachwuchswissenschaftler Dr. Lisa Schmidthuber und Dr. Benjamin Friedländer, die für ihre herausragenden Dissertationen geehrt wurden. Schmidthuber, die an der Johannes Keppler Universität Linz promovierte, geht in ihrer Dissertation der Frage nach der Verbindung von Open-Government-Strukturen und kommunaler Bürgerbeteiligung nach. Friedländer untersuchte in seiner Dissertation Status quo und Perspektiven der kommunalen Gesamtsteuerung. Er erlangte seinen Doktorgrad an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

Unter der Moderation von Ferdinand Schuster, Geschäftsführer des Instituts für den öffentlichen Sektor, fand im Anschluss an die Preisverleihung eine Diskussionsrunde mit den Preisträgern und dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung zum Thema „Die Kommunalverwaltung zwischen Steuerungsfähigkeit und digitaler Bürgerbeteiligung“ statt.

Anlässlich des Todestages von Carl Goerdeler würdigt die Preisverleihung alljährlich dessen kommunalpolitisches Wirken als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und seinen Widerstand gegen die NS-Herrschaft. Der Preis soll der völkerverbindenden friedlichen Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften in Europa dienen und den Nachwuchs im Bereich der Kommunalwissenschaften fördern. Junge wissenschaftliche Nachwuchskräfte werden für innovative Arbeiten auf dem Gebiet der Kommunalwissenschaft und -verwaltung ausgezeichnet. Einzigartig in Deutschland ist der fachübergreifende Charakter des Preises: Neben verwaltungs- und politikwissenschaftlichen Arbeiten werden unter anderem auch soziologische, ökonomische, philosophische und juristische Forschungsergebnisse einbezogen.