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Corporate Social Responsibility – ein Berichtsformat für alle öffentlichen Unternehmen?

CSR-Berichterstattung - warum nicht auch für öffentliche Unternehmen?

Für das Geschäftsjahr 2017 mussten große kapitalmarktorientierte Unternehmen erstmals eine erweiterte nicht finanzielle Berichterstattung zu sozialen und ökologischen Aspekten ihrer Tätigkeit vorlegen – den CSR-Bericht. Hätten die bundesweit rund 16.000 Unternehmen der öffentlichen Hand, die zum größten Teil nicht dieser gesetzlichen Berichtspflicht unterliegen, angesichts ihrer Gemeinwohlverpflichtung nicht ebenfalls viel mitzuteilen? Um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten hierfür zu diskutieren, hatten das Institut für den öffentlichen Sektor und das ebenfalls von KPMG geförderte Audit Committee Institute am 12.3.2019 zur Veranstaltung „Corporate Social Responsibility – ein Berichtsformat für alle öffentlichen Unternehmen“ nach Frankfurt am Main eingeladen.

Rund 40 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Nach Beiträgen zu ersten Erfahrungen der Privatwirtschaft, unter anderem von Dr. Eric W. Bischof (Covestro AG), Lydia Sandner (ISS-oekom) und Christian Hell (KPMG), wurden Ableitungen für öffentliche Unternehmen diskutiert: Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend (HEAG Holding), Dr. Monica Streck (Flughafen München) und Robert Strehl (Deutsche Bahn) stellten entsprechende Ansätze in ihren Unternehmen vor. Auf Basis einer Ausarbeitung des Instituts für den öffentlichen Sektor wurden weitere mögliche Konzepte – etwa die Orientierung am Deutschen Nachhaltigkeitskodex oder das Modell der Stadtrendite – diskutiert. Diese könnten öffentliche Unternehmen dabei unterstützen, Aufmerksamkeit für die eigene Rolle gegenüber Bürgern und Politik zu schaffen und die Reputation zu stärken. Mit der Berichterstattung zu nicht finanziellen Aspekten will der Gesetzgeber die soziale Verantwortung der Unternehmen mit Blick auf die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialangelegenheiten, die Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption stärken.

Aufgrund der positiven Reaktionen wird das Format Ende 2019 mit einer weiteren Diskussionsveranstaltung in Berlin fortgeführt werden.
 

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