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Goerdeler-Preisverleihung 2018 in Leipzig

In Leipzig wurden zum 20. Mal die Carl-Goerdeler-Preise unter Mitwirkung des Instituts für den öffentlichen Sektor verliehen

Mit Unterstützung des Instituts für den öffentlichen Sektor e.V. und der Stadt Leipzig hat die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung am 2. Februar 2018 zwei Preise für hervorragende Projekte und Arbeiten im Bereich Kommunalpolitik und -verwaltung in Leipzig verliehen. Beide Auszeichnungen sind jeweils mit 2.000 Euro dotiert.

Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945) hat als ehemaliger Leipziger Oberbürgermeister und Widerständler gegen die NS-Herrschaft nicht nur Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen, sondern mit seiner Sicht auf das Kommunalwesen Auswirkungen auf das heutige Verwaltungshandeln. Die durch den Leipziger Oberbürgermeister verliehenen Carl-Goerdeler-Preise für Kommunalwissenschaft und für Kommunalpolitik erinnern an sein Wirken. Die Preisverleihung findet jedes Jahr am Todestag Goerdelers (2. Februar) im Leipziger Neuen Rathaus statt – in diesem Jahr zum 20. Mal.

Der zum zweiten Mal verliehene Preis für Kommunalpolitik ging an die seit 1975 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Słubice. Die beiden prämierten Kommunen wurden durch ihren Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und den Bürgermeister Tomasz Ciszewicz vertreten. Die benachbarten Städte präsentieren sich auch nach außen als ‚Doppelstadt‘. In vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens wird dies deutlich – etwa durch gemeinsame Fernwärme und eine grenzüberschreitende Buslinie oder durch die enge Zusammenarbeit der Verwaltung. Regelmäßig kommen auch die beiden Bürgermeister und die Stadtverordneten zur Beratung zusammen.



v.l.n.r.: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Dr. David Kaufmann (Preisträger Kommunalwissenschaftlicher Preis), Tomasz Ciszewicz, Bürgermeister Slubice, Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister Frankfurt (Oder), und Dr. Rainer Goerdeler, Kuratoriumssprecher Carl-und-Anneliese-Goerdeler-Stiftung

Mit dem bereits zum 20. Mal ausgelobten Kommunalwissenschaftlichen Preis wurde David Kaufmann ausgezeichnet. Der Schweizer überzeugte die Jury mit seiner Dissertation zur Standortpolitik von „sekundären Hauptstädten“, kleineren Regierungssitzen, die nicht das wirtschaftliche Zentrum eines Landes sind. Er führte mehr als 90 Interviews, um am Beispiel von Bern, Den Haag, Ottawa und Washington D.C. zu untersuchen, wie sich diese besondere Charakteristik auf die Positionierung dieser Hauptstädte auswirkt.
Im Anschluss an die Verleihung fand eine von Dr. Ferdinand Schuster, Geschäftsführer des Instituts für den öffentlichen Sektor, moderierte Diskussion zum Thema "Konkurrenz oder Kooperation? Positionierung europäischer Kommunen in einem zunehmend dynamischen Umfeld" gemeinsam mit den Preisträgern statt.
Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine wissenschaftliche Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid von der Hertie School of Governance.

Mehr Informationen finden Sie hier. Fragen zum Thema beantworten Ferdinand Schuster und Nina Kairies-Lamp.
 

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