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Einheitlicher Servicestandard für OZG-Umsetzung veröffentlicht

PublicGovernance Herbst/Winter 2020

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat einen einheitlichen Servicestandard für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) herausgegeben. Darin enthalten sind Empfehlungen zu den Themen Nutzerzentrierung, Vorgehen, Zusammenarbeit der beteiligten Akteure, Offenheit der digitalen Lösungen, technischer Betrieb und Wirkungscontrolling. So soll eine einheitliche Qualität sämtlicher digitalen Leistungen erreicht werden. Der Fokus aller Vorgaben liegt auf der Optimierung der Nutzerfreundlichkeit der Leistungen und soll so eine bundesweit hohe Qualität der digitalisierten Verwaltungsleistungen sichern. Zugleich sollen sie als Orientierung für die Entwicklung neuer digitaler Angebote sowie der Verbesserung bereits bestehender Services dienen.

Nutzeranforderungen sollen gemäß des Servicestandards erhoben, verstanden und bewertet werden; die Ergebnisse sollten entsprechend in die digitalen Anwendungen integriert werden. Hierfür sollten Beschreibungen der Nutzer und „Nutzungskontexte“ berücksichtigt werden. Die Lösungen sollten intuitiv nutzbar und barrierefrei sein. Das BMI rät ausdrücklich zu Zusammenschlüssen von Entwicklungsgemeinschaften zur gemeinsamen Erarbeitung digitaler Leistungen. Der Servicestandard beruht auf einem Vorschlag, den der Normenkontrollrat bereits in seinem Gutachten „E-Government in Deutschland: Wie der Aufstieg gelingen kann“ im Jahr 2016 veröffentlicht hatte. Der in Großbritannien schon seit vielen Jahren eingesetzte „Digital Service Standard“ adressiert ähnliche Prinzipien.

Das BMI stellt einen Audit-Test zur besseren Selbsteinschätzung und Bewertung des eigenen verwaltungsinternen OZG-Umsetzungsstandes zur Verfügung: https://servicestandard.ozg-umsetzung.de/index.php/62918?lang=de