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Aufholbedarf bei kommunalen Digitalisierungsstrategien

PublicGovernance Frühjahr 2020

Lediglich 14 Prozent der befragten Kommunen haben ihren Digitalisierungsaktivitäten mittels einer Strategie einen Rahmen gegeben. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie „Wie sind die Kommunen digital aufgestellt?“, die gemeinsam von dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) und der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 412 Mitgliedskommunen der KGSt an der Onlinebefragung im Zeitraum zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 teil.

Laut der Studie arbeite knapp die Hälfte der befragten Kommunen derzeit an der Erstellung einer Digitalisierungsstrategie. Zu denen mit verabschiedeter Digitalisierungsstrategie zählen insbesondere größere Kommunen. Diese unterstützen zudem digitale Entwicklungen häufiger in ihrer örtlichen Gemeinschaft und sind im Bereich E-Government besser aufgestellt als kleinere Gemeinden.

Handlungsbedarf bestehe weiterhin in der Vernetzung und ebenenübergreifenden Zusammenarbeit. So ist laut der Studie lediglich 29 Prozent der befragten Kommunen das Föderale Informationsmanagement (FIM) bekannt, das zur Unterstützung der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes zum Beispiel standardisierte Prozessvorgaben oder einheitliche Datenfelder für Formularsysteme bereitstellt.

Aus organisatorischer Sicht bewährt sich laut der Studie, die Verantwortlichkeit von Digitalisierungsthemen auf der obersten Entscheidungsebene in Kommunen bzw. Landkreisen anzusiedeln. So hätten die in der Studie ermittelten Vorreiterkommunen in den Bereichen E-Government, Bindung zur lokalen Gemeinschaft und Digitalisierungsstrategie digitale Themen im Büro des (Ober-)Bürgermeisters, des Landrates oder durch einen CDO bzw. CIO verantwortet.