feedback

PublicGovernance Frühjahr 2019

Gemäß dem seit August 2017 gültigen Onlinezugangsgesetz (OZG) sind Bund und Länder verpflichtet, ihre Verwaltungsportale zu einem Portalverbund zu verknüpfen. Bis 2022 soll die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen, die die Grundlage für den bundesweiten Portalverbund darstellt, abgeschlossen sein.

Mit welchen Strategien sich die öffentlichen Verwaltungen diesen Herausforderungen stellen, zeigt der Branchenkompass Public Services 2018. Für die im Juni 2018 erschienene Studie im Auftrag des F.A.Z.-Instituts und von Sopra Steria Consulting wurden Entscheider aus 100 deutschen Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen befragt. Die Hälfte der Entscheider der öffentlichen Verwaltungen sieht demnach den Zeitplan für die OZG-Umsetzung kritisch und zweifelt daran, dass der Termin gehalten werden kann. Bislang sei der elektronische Zugang zur Verwaltung nur bei gut einem Drittel (34 Prozent) größtenteils oder vollständig möglich. Die elektronische Vergabe wurde dagegen bereits bei fast der Hälfte der Verwaltungen (47 Prozent) umgesetzt.

Dringender Handlungsbedarf bestehe laut der Befragung in Bezug auf Effizienzverbesserungen in der Verwaltung aufgrund der demografischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels. Die am häufigsten genannten Maßnahmen bis 2020 für mehr Effizienz sind die Integration verschiedener Fachverfahren und die Automatisierung von Schnittstellen. An zweiter Stelle stehen Projekte zur IT-Konsolidierung und zur Bündelung von IT-Leistungen. Weitere wichtige Maßnahmen seien darüber hinaus die Einführung bzw. der Ausbau von Prozessmanagement und Prozessautomation. Die wichtigste geplante Investition bis 2020 ist demnach für über ein Drittel (38 Prozent) die automatische Vorgangsbearbeitung sowie die E-Akte. Open Government sowie Mobile Government folgen auf den Plätzen zwei und drei der geplanten Investitionen (mit 37 bzw. 33 Prozent). Investitionen in Zukunftstechnologien wie KI oder Blockchain sind nur von einem geringen Teil der Verwaltungen geplant (16 Prozent bzw. 7 Prozent), wenngleich fast die Hälfte der Entscheider erwartet, dass beide Technologien für Verbesserung im Verwaltungshandeln sorgen werden.
 

Diese Website verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie er in der Datenschutzerklärung im Detail ausgeführt ist.

Schließen