feedback

PublicGovernance Winter 2018/2019

Die Bürger bringen E-Government nicht mit klassischen Behörden in Verbindung und denken daher nur selten daran, dass sie die von ihnen benötigten Verwaltungsdienste auch digital abwickeln könnten, so das Ergebnis einer aktuellen Big-Data-Studie der Initiative D21 in Ergänzung des jährlichen eGovernment MONITORS. Der Diskurs um die digitale Verwaltung sei noch stark von der Fachwelt dominiert und nicht bei den Bürgern angekommen.

Anhand einer neuro-semantischen Textanalyse der in Deutschland am meisten genutzten Nachrichtenseiten und Social Media Beiträgen untersuchten die Initiative D21 und das Marktforschungsunternehmen Neuro Flash die Assoziationen mit dem Begriff „E-Government“. Ziel der Studie war es, Rückschlüsse auf Einstellungen und Verhalten der Bürger im Hinblick auf die digitale Verwaltung zu ziehen. Im Unterschied zu direkten Befragungen ließen sich den Autoren zufolge so auch unterbewusste Haltungen identifizieren.

Der Begriff E-Government wird gemäß der Untersuchung in den Nachrichten vor allem mit Verwaltungsmodernisierung und IT-Sicherheit assoziiert, in sozialen Netzwerken – wo er allgemein deutlich seltener auftauche  –  auch mit Vernetzung, Mobilität und Bürgerbeteili-gung. Dieses positive Bild übertrage sich jedoch aktuell nicht auf die Wahrnehmung von Be-hörden, welche im Vergleich als nicht modern und nicht effizient gesehen würden.

Die Menschen assoziierten mit einer digitalen Behörde, dass sie eine schnelle Bearbeitung erlaube und kurze Wartezeiten biete. Hierbei gäbe es allerdings noch deutlichen Nachholbedarf, so die Studienautoren.

 

Diese Website verwendet Cookies, die für die Funktionalität und das Nutzerverhalten auf der Website notwendig sind. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu, wie er in der Datenschutzerklärung im Detail ausgeführt ist.

Schließen