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Das Bundeskabinett hat am 11.1.2017 die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie in der Neuauflage von 2016 verabschiedet. Laut Bundesregierung stellt das Papier die umfassendste Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie seit ihrem erstmaligen Beschluss im Jahre 2002 dar. Sie stehe darüber hinaus im Zeichen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und deren Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Zu allen 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals - SDG) legt die Nachhaltigkeitsstrategie 2016 deutsche Ziele fest. Dazu werden die Maßnahmen formuliert, mit denen die Bundesregierung diese Ziele bis zum Jahr 2030 in allen Bereichen nachhaltiger Entwicklung erreichen will: von Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und Gesundheitsfürsorge über Bildung, Geschlechtergleichheit, Rechtsstaatlichkeit bis hin zu Klima- und Artenschutz, nachhaltigem Konsum und wirtschaftlicher Entwicklung. Die Strategie soll zudem sowohl die Zusammenarbeit innerhalb der Bundesregierung für eine nachhaltige Politik als auch die Kooperation mit den wichtigen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft stärken. Zum Maßnahmenprogramm gehört auch, Nachhaltigkeit konkret im Verwaltungshandeln umzusetzen. Einen entsprechenden Beschluss, unter anderem zu Klimaschutzmaßnahmen der Bundesverwaltung, zu Anforderungen bei der öffentlichen Beschaffung sowie zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement, hatte die Bundesregierung bereits 2015 veröffentlicht.

Die neue Strategie wurde von allen Bundesministerien gemeinsam erarbeitet. Einbezogen wurden darüber hinaus Stellungnahmen von Bürgern, Verbänden und Institutionen. Der an dem Prozess ebenfalls beteiligte Rat für Nachhaltige Entwicklung sieht die neue Strategie zum Teil kritisch. So müsse die Bundesregierung auch in ihrem eigenen Regierungshandeln konsequenter auf das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele hinarbeiten und die Politik müsse kohärenter werden, so die Vorsitzende des Rats.