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Neues Niveau der Entbüokratisierung: "No-Stop-Shop" in Österreich

Um Eltern den Erhalt der "Familienbeihilfe" als staatlicher Förderung bei der Geburt ihres Kindes so einfach wie möglich zu machen, sorgt in Österreich ein neues IT-Verfahren dafür, dass für die Auszahlung der Förderung überhaupt kein Antrag und Besuch beim zuständigen Amt mehr notwendig sind. Nach der Anzeige einer Geburt prüft die Finanzverwaltung automatisiert, ob alle Kriterien für den Bezug erfüllt sind. 80.000 Familien könnten sich hierdurch jährlich den Amtsbesuch sparen, so der zuständige Bundesfinanzminister in Österreich.

Solch eine Verwaltungstransaktion, bei der die Bürger nichts mehr aktiv tun müssen, nennt man auch "No-Stop-Shop". Bislang galt bei den Bemühungen um den Abbau bürokratischer Hürden für Bürger und Wirtschaft der "One-Stop-Shop" als höchster Standard. Dieser ermöglicht es, alle Schritte zur Beantragung zusammenhängender Verwaltungsleistungen an einer einzigen Stelle durchzuführen.

Beim "eGovernment-Wettbewerb 2015" in Berlin wurde die "Antraglose Familienbeihilfe" bereits prämiert. Die österreichische Bundesverwaltung überlegt nach eigenen Angaben nun, in welchen Bereichen No-Stop-Shops künftig noch eingeführt werden können.