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Regierungskommission beschließt Kodexänderungen für Aufsichtsräte

Am 5.5.2015 aktualisierte die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) ihre Empfehlungen. Die Kodexänderungen umfassen drei materielle Ergänzungen.

Aufsichtsräte von börsennotierten Gesellschaften sind nun dazu aufgefordert, eine zeitliche Obergrenze für die Zugehörigkeitsdauer im Aufsichtsrat festzulegen. Diese Maßnahme soll die Verweildauer in Aufsichtsräten zum Thema in Unternehmen machen und die interne Diversität erhöhen. Abweichungen von der Regelgrenze sind hier in Ausnahmen zum Beispiel bei Familienunternehmen möglich.

Zudem soll bei neuen Kandidaten die zeitliche Verfügbarkeit der Anwärter im Vorhinein abgeklärt werden. Dies soll realistische Erwartungen über den Beitrag des potenziellen Aufsichtsratsmitglieds ermöglichen. Künftig sollen diejenigen Aufsichtsräte im Geschäftsbericht genannt werden, die nur an der Hälfte oder weniger der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen haben - quasi als subtile Motivation, künftig regelmäßiger bei den Treffen des Gremiums anwesend zu sein.

Die Empfehlungen der Regierungskommission sind nicht zwingend umzusetzen. Allerdings sind börsennotierte Unternehmen dazu verpflichtet, Abweichungen offenzulegen und zu begründen, weshalb sie Empfehlungen nicht befolgen.

Für öffentliche, nicht börsennotierte Unternehmen haben die Neuregelungen im DCGK keine unmittelbaren Auswirkungen. Es ist jedoch zu erwarten, dass entsprechende Anpassungen bestehender Public Corporate Governance Kodizes im Zuge von Novellierungen diskutiert werden.

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