Großprojekte und Infrastruktur

Stuttgart 21, die Elbphilharmonie, der Flughafen Berlin-Brandenburg - diese Namen stehen für öffentliche Großprojekte, deren Kosten zu explodieren scheinen und deren Fertigstellungstermine unsicher sind. Es erscheint fast zwangsläufig, dass Großvorhaben hierzulande aus dem Ruder laufen. Kostenüberschreitungen und zu ambitionierte Zeitpläne sind jedoch weder ein neues noch ein auf Deutschland beschränktes Phänomen, denn derartige Probleme hat es bei Großvorhaben immer und überall gegeben. Im Gegenteil: Nach Großprojekten, die pünktlich fertig wurden und deren Kosten im Rahmen blieben, muss eher gesucht werden. Beispiele sind der Bau der französischen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke TGV Atlantique oder der Austragungsstätten für die Olympischen Spiele in London 2012.

 

In der neuesten Ausgabe der PublicGovernance werden aktuelle Ergebnisse einer Studie der Hertie School of Governance zu Kostensteigerungen bei öffentlichen Infrastruktur-Großprojekten in Deutschland präsentiert. Dabei wurden 170 öffentliche Projekte anhand eines internationalen Standards analysiert, um Ausmaß und Gründe für Kostensteigerungen zu ermitteln. 

Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, berichtet in der aktuellen Ausgabe der PublicGovernance über die vorläufigen Empfehlungen der Reformkommission "Bau von Großprojekten", unter anderem wie Kostenwahrheit und Termintreue bei Großprojekten in Zukunft noch besser eingehalten werden können.

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